Drei typische Aufgaben
- Selbst drucken auf vorgestanzten Bögen: Etikettenbögen aus dem Bürohandel haben feste Positionen. Hier kommt es darauf an, dass jede Kopie exakt auf ihrem Etikett landet.
- Drucken und schneiden lassen: Für Sticker in freier Form druckt die Druckerei auf Bogen oder Rolle, ein Schneideplotter schneidet anschließend entlang einer Kontur. Dafür braucht die Datei eine Schnittlinie, die die Maschine erkennt.
- Mehrere Nutzen auf ein Blatt: Visitenkarten, Tischkärtchen oder kleine Flyer mehrfach auf A4 oder A3 – zum Selbstdrucken und Zuschneiden. Hier braucht es gleichmäßige Abstände und Schnittmarken, damit jeder Schnitt sitzt.
Alle drei beginnen mit demselben Motiv und enden mit demselben Schritt: dem Anordnen.
Schritt 1: Das Motiv gestalten
In LaydoStudio wählst du das Format „Aufkleber“ oder legst ein eigenes Maß fest. Beschnitt und Sicherheitsrand sind automatisch dabei. Logos aus Illustrator oder PDF bleiben echte Vektorgrafik, und QR-Codes oder Barcodes – etwa für Produktetiketten – erzeugst du direkt im Layout.
Schritt 2: Die Schnittkontur (für Sticker)
Für Etiketten auf vorgestanzten Bögen oder Visitenkarten, die du mit geraden Schnitten selbst zuschneidest, kannst du diesen Schritt überspringen. Damit ein Schneideplotter weiß, wo er schneiden soll, braucht die Datei eine eigene Linie in einer Sonderfarbe. Die gängige Bezeichnung dafür ist „CutContour“: Rolands Plotter-Software VersaWorks etwa erkennt eine Linie genau dann als Schnitt, wenn sie als Vektor in einer Sonderfarbe mit diesem Namen angelegt ist.
In LaydoStudio machst du ein Rechteck, einen Kreis, einen Stern, einen Bildrahmen oder einen frei gezeichneten Pfad mit einem Klick zur Schnittkontur. Sie landet im PDF als echte Sonderfarbe „CutContour“ und wird, wie für Schnittlinien üblich, überdruckend angelegt. Frei geformte Sticker zeichnest du mit dem Pfad-Werkzeug nach.
Schritt 3: Anordnen mit Snuglay
Ein Klick auf „An Snuglay senden“ öffnet dein Motiv im kostenlosen Schwester-Tool, samt Beschnitt und Schnittkontur. Snuglay ordnet es dann so oft wie möglich an:
Ein Motiv, automatisch angeordnet in SnuglayLive-Demo
CutContour Spacing between pieces 6 mm
- Bogen oder Rolle: A4 und A3 (in Zoll: Letter und Legal) oder ein eigenes Format. Im Rollen-Modus gibst du die Stückzahl vor, und Snuglay berechnet die Länge.
- Automatisch oder manuell: Automatisch sucht Snuglay die Ausrichtung (0° oder 90°) mit den meisten Nutzen pro Bogen. Manuell stellst du Ränder und Abstände selbst ein – etwa passend zu einem vorgestanzten Etikettenbogen.
- True-Shape-Nesting: Mit Schnittkontur verschachtelt Snuglay die echte Form statt eines umschließenden Rechtecks. So passen mehr Sticker auf dieselbe Fläche.
- Druckfertig: mehrere Bögen bei Bedarf, Schnittmarken und ein PDF/X-4 mit Farbprofil – oder über „Datei → Drucken“ direkt an deinen Drucker.
Etiketten mit Namen oder Nummern
Sollen die Etiketten unterschiedlich sein – fortlaufende Nummern, Namen, eigene QR-Codes –, hilft die Serienbearbeitung (Pro): Tabelle aus Excel einfügen, Platzhalter ins Motiv setzen, an Snuglay senden. Jeder Datensatz wird dort zu einem eigenen Nutzen und der Reihe nach auf so viele Bögen verteilt wie nötig.
Tipps für vorgestanzte Etikettenbögen
- Maße vom Bogen übernehmen: Etikettengröße, Ränder und Abstände stehen meist auf der Verpackung oder beim Hersteller. Die trägst du in Snuglays manuellem Modus ein.
- „Tatsächliche Größe“ drucken: Im Druckdialog nie „An Seite anpassen“ wählen, sonst verschiebt sich alles um ein paar Millimeter.
- Erst ein Probedruck: auf Normalpapier drucken und zusammen mit dem Etikettenbogen gegen das Licht halten.
- Abstand zum Etikettenrand: Bürodrucker ziehen das Papier nie ganz exakt ein. Halte wichtige Inhalte innerhalb des Sicherheitsrands, statt sie bis an die Kante zu führen.